Praxis Prof. Dr. med. Rudolf A. Rupec
Facharzt Dermatologie FMH
Allergologie Abklärungen
CH-4500 Solothurn

Botulinumtoxin

  

Botulinumtoxin (Botox®) eignet sich zur Glättung von mimischen Falten im Gesicht und zur Hemmung von übermässigem Schwitzen in den Achselhöhlen. Die Substanz wurde 1817 vom Arzt Justinus Christian Kerner als Auslöser des Botulismus (= Form einer Lebensmittelvergiftung) entdeckt. Heute wird dieses von einem Bakterium produzierte Nervengift in kleiner standartisierter Dosis vor allem vom Nervenarzt (Neurologen) und Hautarzt (Dermatologen) eingesetzt. In der Dermatologie hat sich das Präparat insbesondere bei Behandlung von Gesichtsfalten und von übermässigem Schwitzen (Hyperhidrose) im Achselbereich sehr bewährt. In beiden Fällen blockiert das Präparat die Reiz- oder Signalübertragung vom Nerven auf das Zielorgan (Muskel bzw. Schweissdrüse). Da die Nerven nach einiger Zeit neue „Leitungen“ ausbilden, ist der therapeutische Effekt zeitlich begrenzt. Das Sicherheitsprofil des Botulinumtoxins Botox® ist ausgezeichnet. Selbst wenn das natürliche Eiweiss in die Blutbahn eingespritzt wird, kommt es zu keinen systemischen Nebenwirkungen.

             

Wir benützen in unserer Praxis Botulinumtoxin zur Behandlung von dynamischen bzw. mimischen Falten (vgl. MB „Faltenbehandlung“) sowie zur Hemmung von übermässiger Schweissabsonderung in den Achselhöhlen. Während Denkerfalten auf der Stirne, Zornesfalten oberhalb der Nasenwurzel sowie Krähenfüsse seitlich der Augen nach Einspritzen von Botulinumtoxin in die faltenbildende mimische Muskulatur während 3 - 5 Monaten verschwinden, kommt es nach Anwendung des Präparates in der Achselhöhle während 5 - 6 Monaten zur weitgehenden Hemmung des Schwitzens.

Beachten Sie bitte noch folgende Punkte:

· Botulinumtoxin wird mit einer sehr feinen Nadel (an 10 bis 20 Stellen) in die zu behandelnden Regionen injiziert. Die dadurch verursachten Schmerzen sind in der Regel gering und werden auch von empfindlichen Personen ohne Anästhesie oder Schmerzmittel problemlos ertragen.

· Kleine Blutergüsse an den Einstichstellen sind nicht ungewöhnlich und verschwinden innerhalb von Tagen. Diese Stellen können problemlos mit einem Fond-de-teint abgedeckt werden. Verzichten Sie wegen erhöhter Blutungsneigung mindestens 2 Tage vor Behandlung auf die Einnahme von Acetylsalicylsäure (Aspirin®, Alcacyl®, Aspégic®, Aspro® usw.).

· Bei den Gesichtsmuskeln tritt die Wirkung innerhalb von 3 – 6 Tagen, im Bereiche der Achseln schon nach 2 – 3 Tagen auf.

· Wenn Sie mit der Behandlung zufrieden sind, dann kann diese beliebig oft wiederholt werden. Langfristige negative Folgen sind nicht bekannt.

· Ausnahmsweise (= sehr selten) kann sich Botulinumtoxin zu stark verteilen und auch nicht anvisierte Muskeln schwächen. Dies kann im Gesicht vorübergehend ein „hängendes Augenlid“ (Ptose) verursachen. Glücklicherweise bildet sich dieser Zustand innerhalb von wenigen Wochen wieder vollständig zurück.

· Botulinumtoxin bzw. Botox® ist nicht kassenzulässig und sehr teuer. Deshalb berechnen wir unsere Dienstleistung nach Verbrauch der eingespritzten Ampullen und kassieren die entsprechenden Beträge direkt ein. Eine Ampulle Botox® à 100 Einheiten reicht in der Regel zur Behandlung beider Achseln oder der mimischen Gesichtsmuskulatur.

· Meist beinhalten Faltenbehandlungen nicht eine einzelne Massnahme, sondern ein Bündel von Massnahmen. So wird das Einspritzen von Botulinumtoxin häufig durch ein chemisches Peeling und das Unterspritzen von Falten mit Füllmaterialien ergänzt.

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