Praxis Prof. Dr. med. Rudolf A. Rupec
Facharzt Dermatologie FMH
Allergologie Abklärungen
CH-4500 Solothurn

Kontaktekzem

Liebe Patientin, lieber Patient,

möglicherweise leiden Sie unter einem Kontakekzem, d.h. schon der Kontakt mit kleinsten Mengen eines Umweltstoffes (Allergen) – auf den Sie überempfindlich geworden sind – kann bei Ihnen ein Ekzem auslösen. Eine Heilung ist nur durch konsequentes Meiden des betreffendes Stoffes möglich.

Bedenken Sie dabei, dass

· Stoffe (Substanzen), die Sie jahrelang gut vertragen haben, plötzlich eine Allergie auslösen und

· selbst selten verwendete Stoffe (Kontakt z.B. nur alle 2 bis 3 Wochen) durchaus ein Ekzem unterhalten können,

· Einwirkungsort des Stoffes und Manifestationsort des Ekzems nicht unbedingt übereinstimmen müssen („Streureaktionen“),

· Allergien gegenüber Berufssubstanzen häufig mit Allergien gegenüber Stoffen aus dem privaten Bereich einhergehen.

 Mit einer Allergietestung (Läppchen- oder Epikutantestung) kann nun der verantwortliche Stoff entdeckt werden. Bringen Sie uns deshalb sämtliche Stoffe, mit denen Sie in Kontakt kommen, zur Testung mit.

Erfahrungsgemäss sind insbesondere folgende Stoffe wichtig:

Kosmetika: Shampoos, Haarsprays, Tönungs- und Färbemittel. Tages-, Nacht-, Feuchtigkeits-, Nähr-, Bräunungs-, Enthaarungs-, Sonnen- und Rasiercrèmes. Lippenstifte, Lidschatten, Wimperntusche, Rouge usw. Parfums, Mundwasser, Zahnpasten, Deodorants, Intimsprays. Nagellack und –entferner. Seifen.
Aeusserliche Medikamente: Salben und Crèmes (Arnika-, Vita-Merfen-, Rheuma-, Krampfadersalben usw.). Ohren- und Augentropfen. Heftplaster, Kompressionsstrümpfe und –binden.
Textilien: Gefärbte Strümpfe, Slips, Büstenhalter usw. Handschuhe und Schuhe aus Leder oder Gummi.
Blumen, Pflanzen, Gemüse, Früchte.
Reinigungsmittel: Wasch-, Putz- und Spülmittel, Weichspüler und Entkalker (Waschmittelrückstände in Kleidern und Bettwäsche). Bodenwichse und Möbelwachse.
Arbeitssubstanzen (und Bastelutensilien): Farben, Lacke, Kitte, Beizen, Lösungsmittel, Verdünner, Schmiermittel, Kühlöle, Kühlwasser bzw. –emulsionen, Rostschutzöle, Kunststoffe, Leim, Harz, Härter, Papiere, Druckerschwärze, Keramik, Metalle, galvanische Bäder, Kunstdünger, Gerbmittel, Zement. Konservierungs-, Korrosionsschutz-, Versiegelungs-, Imprägnations- und Textilveredelungsmittel. Bau- und Isoliermaterialien. Seifen, Gummi- und Schutzhandschuhe, Hautschutzsalben.

 

Beachten Sie bitte noch folgende Punkte:

· Da wir Ihre mitgebrachten Stoffe z.T. verdünnen müssen, benötigen wir jeweils eine Mindestmenge von etwa 50 ml bzw. ½ dl bzw. 50 g in einem geeigneten Gefäss.

· Bezeichnen Sie Ihre mitgebrachten Berufssubstanzen mit dem genauen Namen und der Herstellerfirma (wichtig für Identifizierung und SUVA).

· Normalerweise attestieren wir während des Testzeitraumes (3 bis 4 Tage) eine Arbeitsunfähigkeit. Bei körperlicher Anstrengung bzw. beim Schwitzen verbleiben nämlich die aufgebrachten Testsubstanzen nicht optimal auf der Haut.




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