Praxis Prof. Dr. med. Rudolf A. Rupec
Facharzt Dermatologie FMH
Allergologie Abklärungen
CH-4500 Solothurn

Photochemotherapie PUVA

Verschiedene UV – Qualitäten werden insbesondere zur Behandlung von Psoriasis, chronischen Ekzemen, Neurodermitis atopica, „Sonnenallergien“und Vitiligo eingesetzt.

Die Psoriasis ist eine anlagebedingte, nicht ansteckende Verhornungsstörung der Haut. Nach neustem Stand (des Irrtums) handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung (gemeinsame Antigene gewisser Keime und Hautstrukturen). Die Krankheit kann in jedem Lebensalter beginnen und verläuft oft schubweise bis ins hohe Alter. Selten sind die Hauterscheinungen von Gelenksbeschwerden begleitet. Eine endgültige Heilung ist zur Zeit nicht möglich; aber durch eine geeignete Behandlung können die Schübe rascher zum Abklingen gebracht werden. Bei jedem Schub muss die Behandlung dem Schweregrad und der Ausdehnung der Krankheit sowie dem Alter des Patienten angepasst werden. Immerhin steht derzeit eine breite Palette von Therapiemassnahmen zur Verfügung. So werden ambulant neben Vitamin - D - Abkömmlingen (Daivonex/ Curatoderm) und Vitamin-A-Säure-Abkömmlingen (Retinoide), die Photochemotherapie (PUVA) und die selektive UV-Phototherapie (SUP) einzeln oder in Kombination eingesetzt. Die bekannten (oft zu Unrecht gefürchteten) „Kortisonsalben“ dienen heute nur noch als Ergänzung.

 

Bei der Photochemotherapie PUVA wird Ihre Haut zuerst durch Tabletteneinnahme (Meladinine oder Psoraderm) lichtempfindlich gemacht und dann mit langwelligem Ultraviolettlicht bestrahlt. Dabei hemmen 8- oder 5- Methoxypsoralen unter UVA-Licht (durch Bindung an die DNS der Epidermiszellen) die überaktiven psoriatischen Oberhautzellen. Die Langzeitnebenwirkungen dieser seit 1974 eingesetzten Therapie entsprechen ungefähr jenen der „normalen“ übertriebenen Sonnenbestrahlung (Hautalterung mit Faltenbildung, gehäufte Entwicklung von Krebsvorläufern und Hautkrebsen). Folglich wird versucht, die Bestrahlungsdosis möglichst gering zu halten (u. a. durch Kombination mit andern Behandlungsverfahren). Im Regelfall führen wir die Bestrahlungen 3 x pro Woche in den Nachmittagsstunden durch. Nach weitgehender Erscheinungsfreiheit wird während etwa 2 Monaten nur noch 1x wöchentlich bestrahlt.

Wegen der Gefahr von Hautverbrennungen und Augenschäden sind die folgenden Anweisungen während der ganzen Behandlung strikte zu befolgen:

· Nehmen Sie ...x... Meladinine- /Psoraderm - Tabletten genau 2 Stunden vor dem jeweiligen Bestrahlungstermin ein.

· Vermeiden Sie nach der Tabletten - Einnahme für mindestens 12 Stunden den Aufenthalt im Freien oder gar direkte UV - Bestrahlung. Verwenden Sie nach Bestrahlung auf den unbedeckten Körperstellen bzw. im Gesicht und auf den Händen (auch bei Regen- oder Nebelwetter) Sonnenblocker (z. B. Daylong 16 + Microsun 20 oder Microban 30+).

· Tragen Sie nach der Tabletten - Einnahme draussen eine grosse und dunkle Sonnenbrille.

· Verzichten Sie auf Sellerie, Petersilie, Feigen, Mohrrüben, Senf, Citrusfrüchte (auch Säfte) und auf die Verwendung von Rasierwassern und Parfüms (erhöhte Lichtempfindlichkeit!).

· Jegliche Medikamenteneinnahme (ausser von Schmerz- und Schlafmitteln) bedarf meiner ausdrücklichen Zustimmung (verstärkte Lichtempfindlichkeit!).

· Reiben Sie täglich die ganze Haut mit der (verordneten) fettenden Salbe oder Lotion ein (Schutz vor Austrocknung!).

· Teilen Sie mir eine allfällige Schwangerschaft sofort mit.




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